Am 3. März veranstaltete die rumänische Botschaft in Österreich einen Runden Tisch zum Thema Gewalt gegen Frauen am Arbeitsplatz, einem wichtigen und leider sehr aktuellen Thema. Anlass für dieses Treffen waren die Ergebnisse einer von der IG24 und der FORBA durchgeführten Studie, welche die Arbeitssituation von Personenbetreuer:innen beleuchtet hat.

Die Studie “Das Unsichtbare sichtbar machen” wurde im Jahr 2024 veröffentlicht und beschäftigt sich mit den Arbeitsbedingungen ausländischer Pflegekräfte in Österreich. Die Ergebnisse zeigen klar, dass Gewalt am Arbeitsplatz ein aktuelles Thema in der Personenbetreuung ist. 1.426 Betreuer:innen nahmen an der Studie teil, 97% davon waren Frauen. Davon wurden 45% mit verschiedenen Gewaltformen am Arbeitsplatz konfrontiert.

Mehr als die Hälfte der in Österreich tätigen Personenbetreuer:innen sind laut einer Aussendung auf der Facebook Seite der rumänischen Botschaft in Österreich rumänische Staatsbürger:innen. Es sind zum größten Teil rumänische Frauen, die ihre eigenen Familien für ihre zwei- bis vierwöchigen Turnusdienste verlassen und nach Österreich kommen, um das österreichische Gesundheitssystem mitzutragen.

Expert:innen aus Rumänien und Österreich, unter anderem Vertreter:innen des Innenministeriums, des Bundeskanzleramtes, des Gewaltschutzzentrums und der Wirtschaftskammer sowie die rumänische Vizebürgermeisterin von Sektor 11, Ramona Miletic und die IG24 waren bei dem von der Rumänischen Botschaft organisierten runden Tisch anwesend, um über diese Thematik zu diskutieren.

Ziel der Veranstaltung war es, sich mit Akteur:innen des Hilfesystems zu vernetzen, gemeinsam Informationen auszutauschen und Handlungsoptionen zu erarbeiten. Ein besonderer Fokus wurde auf die Informationsweitergabe an Betreuer:innen gelegt – hier möchte die Rumänische Botschaft schon im Herkunftsland ansetzen, um vulnerable Gruppen mittels Präventionsarbeit besser zu schützen.

Danke an alle Teilnehmer:innen für diesen interessanten und regen Austausch!