Ganz aktuell ist der zweite Gesundheitsbericht zur Gesundheit älterer Menschen in Österreich, herausgegeben von Gesundheit Österreich, erschienen.

Die IG24 war Teil der Fokusgruppe für die Berichterstellung. Unsere Forderung nach der Einrichtung einer neutralen, staatlich finanzierten Anlaufstelle für Betroffene, Angehörige und Betreuungspersonen, die verlässliche Informationen bietet und rechtlich abgesichert ist, fand Eingang in den Bericht. Dies könnte ein wichtiger Schritt zu mehr Transparenz sein und sich zu einem effizienten Gegengewicht zu den mächtigen, profitorientierten Vermittlungsagenturen entwickeln.

Zitat:

Reformbedarf wurde vonseiten der Expertinnen und Experten in der 24-Stunden-Betreuung gesehen, insbesondere mit neuen Strategien über den heimischen Arbeitsmarkt – inklusive Berufsrecht, Entlohnung, Arbeitszeitmodellen. Erwähnt wurden die teils mangelnde Versorgungsqualität und mangelnde Ausbildung der Betreuenden im Vergleich zu den Aufgaben, die diese zu bewältigen haben. Hausbesuche durch unabhängige Fachpersonen wie DGKP erfolgen im Auftrag des BMASGPK und wurden seit 2023 weiter ausgeweitet – es erfolgt auch eine regelmäßige Auswertung dieser Hausbesuche. Derzeit tragen Agenturen zudem als freie Gewerbetreibende eine übermäßige Verantwortung – etwa beim Matching von Betreuungspersonen und Familien. Daher empfehlen die Expertinnen und Experten die Einrichtung einer neutralen, staatlich finanzierten Anlaufstelle für Betroffene, Angehörige und Betreuungspersonen (Anm.: für Betreuungspersonen gibt es mit CuraFair56 eine österreichweite Servicestelle), die verlässliche Informationen bietet und rechtlich abgesichert ist.

[Beitragsbild: Bild von Bruno auf Pixabay]