Menü Schließen

Wir fordern ein Ende der Scheinselbständigkeit für 24h-Personenbetreuer*innen und ziehen vor Gericht! Gute Pflege und Betreuung braucht gute Arbeitsbedingungen!

Um den Prozess zu finanzieren, haben wir ein Crowdfunding Projekt bei respekt.net gestartet.

Bitte helft uns, Geld für den Prozess zu sammeln,
auch kleine Beträge sind sehr willkommen!

Danke allen Spender*innen!

Wir bedanken uns herzlich bei der RD Foundation Vienna für eine besonders großzügige Spende.

IG24 – Interessensgemeinschaft der 24h-Betreuer*innen:
WER WIR SIND – UNSERE ZIELE

Wir sind 60 000 und unverzichtbar!

Alle paar Wochen reisen wir, mehrheitlich Frauen – oft mit überteuerten  Transporten – aus Rumänien, der Slowakei, Bulgarien, Kroatien oder Ungarn nach Österreich, um hier körperlich und/oder psychisch meist schwer kranke  Menschen in ihrem Zuhause zu betreuen und zu pflegen. Einige Wochen lang, sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag, oft völlig isoliert mit den von uns betreuten Personen.

Wir arbeiten als selbstständige Ein-Personen-Unternehmer*innen, obwohl weder Ort, Zeit noch Inhalt der Arbeit den Charakter von Selbstständigkeit haben. Wir arbeiten als Betreuer*innen, obwohl unser Arbeitsalltag ohne die Durchführung von Pflegehandlungen nicht vorstellbar wäre.

Aber weil unsere Scheinselbstständigkeit und unser Status als Betreuer*innen unsere Arbeitskraft billiger macht, bleiben unsere Forderungen bislang ungehört.

Unsere soziale Absicherung ist kaum vorhanden, für uns gibt es keinerlei arbeitsrechtlichen Schutz. Wir arbeiten für beschämende zwei bis drei Euro pro Stunde, 24 Stunden am Tag. Der Weg in die Altersarmut ist vorgezeichnet, in der Pension bleiben uns monatlich meist nicht mehr als ein- bis zweihundert Euro.

Fast alle von uns werden von Agenturen an die betreuungs- und pflegebedürftigen Personen vermittelt. Agenturen, die viel Geld für ihre Vermittlungstätigkeit von uns und von den betreuten Personen verlangen, mit oftmals sittenwidrigen Klauseln in ihren Verträgen – Agenturen, denen wir weitgehend schutzlos ausgeliefert sind. Die mittlerweile fast tausend Agenturen in einem kleinen Land wie Österreich zeugen von der Goldgräberstimmung in dieser Branche.

Auch in den Haushalten, in denen wir arbeiten, finden wir zusätzlich zur Schwere der Arbeit immer wieder menschenunwürdige Zustände vor; oft sind wir in kleinen Kammern, die den Ausdruck Zimmer nicht verdienen, untergebracht; oft sind die uns zur Verfügung gestellten Lebensmittel unzureichend. Oft wird unser Zugang zu Strom, Heizung oder Warmwasser von den Angehörigen der betreuten Person eingeschränkt. Oft haben die von uns verlangten Arbeiten (Gartenarbeit, Tierversorgung usw.) nichts mit der eigentlichen Betreuung zu tun. Oftmals sind wir (sexuellen) Übergriffen und Gewalt seitens der Betreuten, aber auch von Familienmitgliedern ausgesetzt.

Und genau aus all diesen Gründen organisieren wir uns jetzt!

Einige von uns haben sich gemeinsam mit Unterstützer*innen zusammengeschlossen zur

IG24: Interessengemeinschaft der 24-Stunden-Betreuer_innen

Mach du auch mit!

Unsere Ziele​:

Wir wollen ein durch die öffentliche Hand geregeltes, entsprechend entlohntes Beschäftigungsverhältnis durchsetzen.

...die es uns ermöglichen, Missständen innerhalb der Arbeitsverhältnisse, in den Vermittlungsfirmen und den Familien  konsequent entgegenzutreten.

Die Erfahrungen der rumänischen und slowakischen 24-Stunden-Betreuer*innen sowie des Vorzeigeprojekts CuraFAIR der Volkshilfe Oberösterreich zeigen eindeutig, dass das kostenlose Angebot einer unabhängigen rechtlichen Beratung in der Muttersprache bereits einen enormen Fortschritt darstellt. Eine schnelle Umsetzung von Beratungsstellen in jedem Bundesland ist daher eine dringende und wirksame Maßnahme.

Wir arbeiten als Betreuer*innen, obwohl unser Arbeitsalltag ohne die Durchführung von Pflegehandlungen nicht vorstellbar wäre.

Keine menschenunwürdigen Zustände mehr! Anständige Unterbringung und Verpflegung, Anlaufstellen bei (sexuellen) Übergriffen und Gewalt gegen uns.

Wir wollen unsere Würde als Frauen und als migrantische Arbeitskräfte zurückgewinnen und einander besser unterstützen in unserer alltäglichen Isolation und oftmaligen Überforderung.

IG24 PROJEKTE

Care4Care: von prekären zu sicheren Arbeitsbedingungen

Verbesserung der Arbeitsbedingungen und sichere Arbeitsmigration der in Österreich tätigen migrantischen 24-Stunden-Betreuer*innen

Unsere Arbeit, unsere Rechte

Digitale Beratung, Information, Fortbildung und Unterstützung für 24h-Betreuer*innen

Carers go to court!

Wir fordern ein Ende der Scheinselbständigkeit für 24h-Personenbetreuer*innen und ziehen vor Gericht!

Hilfe! Übersetzer*innen dringend gesucht!

Liebe Freundinnen und Freunde der IG24,

wir suchen dringend freiwillige Helfer*innen als Übersetzer*innen für Newsbeiträge und aktualisierte Informationen auf unserer Website! Die meisten unserer Ressourcen gehen direkt in die Beratungs- und Unterstützungstätigkeit für Kolleginnen und Kollegen. 

Falls ihr also sehr gute Kenntnisse in einer der angebotenen Sprachen bulgarisch, BSK/kroatisch, englisch, rumänisch, slowakisch oder ungarisch und gleichzeitig auch sehr gute Kenntnis der deutschen Sprache habt, und ein bisschen mit MS Word oder dem Libre Office Writer umgehen könnt, UND UNS UNTERSTÜTZEN MÖCHTET: Bitte melden!

Email an:

Betreff: Hilfe bei Übersetzungen

DANKE!

Möchtest du den Newsletter der IG24 erhalten?

Nach der Anmeldung erhältst du von uns eine Email mit einem Link, auf den du zur Bestätigung deiner Anmeldung klicken musst. Bitte schau auch in deinem Spam-Ordner nach.

Wir geben deine Email Adresse nicht weiter. Du kannst den Newsletter jederzeit wieder abbestellen. Den Abmelde-Link findest du in jedem unserer Newsletter an dich.

Im Jahr 2021 hat die IG24 den „SOZIALMARIE“ Hauptpreis gewonnen  :o)

2021 hat die IG24 auch den „SOZIALMARIE“ Publikumspreis gewonnen. Danke!   :o)

IG24 ist Mitglied der UNDOK

(4.1.2022)